Catecholamine

 
   
   
 
Indikationen zur Untersuchung auf Catecholamine und deren Metaboliten
Verdacht auf das Vorliegen eines Phäochromozytoms

Definition:
Tumoren des chromaffinen Gewebes im sympathikoadrenalen System. Lokalisation bei ca. 80 % der Patienten im Nebennierenmark; bei den extra adrenal lokalisierten Tumoren liegen die meisten im intraabdominalen Geflecht des Sympathikus. Überwiegend handelt es sich um gutartige Tumoren.

Symptome:
Hypertonie (konstant oder anfallsweise); Tachykardie, Schweissausbrüche, Kopfschmerzen u.ä.
   
Verdacht auf das Vorliegen eines Neuroblastoms oder Ganglioneuroms

Betroffen sind vor allem Kinder in den ersten Lebensjahren. Neuroblastome gehen von den Neuroblasten des Nebennierenmarks oder vom Sympathikus aus. Sie sind sehr häufig maligne.

Symptome:
Durchfall, Schweissausbrüche

Anmerkung:
Ganglioneurome sind meist gutartig; Lokalisation meist im hinteren Mediastinum.
   
Bei Hypertonie zum Ausschluss eines Phäochromozytoms
   
 
Diagnostische Strategie
Beim Phäochromozytom zuerst Urin-Untersuchung auf VMS, Adrenalin, Noradrenalin;
ergänzende Untersuchungen auf Dopamin, Metanephrine
   
Beim Neuroblastom oder Ganglioneurom sollte auch Homovanillinsäure (HVS) bestimmt werden
   
 
Urin

Phäochromozytom

Neuroblastom

NN-Mark extraadrenal
VMS * * *
Adrenalin *    
Noradrenalin   *  
Dopamin     *
HVS     *