Unter den bekannten Risikofaktoren für einen
Herzinfarkt kommt den Fettstoffwechselstörungen,
insbesondere der Hypercholesterinämie, eine
erstrangige Bedeutung zu. Ihre frühzeitige Erfassung
und Behandlung ist daher eine wesentliche Grundlage
zur Prävention der koronaren Herzkrankheit. Die
Untersuchung des Gesamtcholesterins (und evtl. der
Triglyceride) sollte deshalb zur ärztlichen
Routineuntersuchung gehören wie die Blutdruckmessung
oder die Erhebung des Tabakkonsums.
Die Screening-Untersuchung beschränkt sich auf das
Gesamtcholesterin und muss nicht nüchtern erfolgen,
da die ernährungsabhängige Schwankung des
Cholesterinspiegels über den Tag im Bereich der
Genauigkeit der Messmethode liegt (± 5 %). Dies
trifft für die Triglycerid-Bestimmung nicht zu.