Abklärung von Fettstoffwechselstörungen

Unter den bekannten Risikofaktoren für einen Herzinfarkt kommt den Fettstoffwechselstörungen, insbesondere der Hypercholesterinämie, eine erstrangige Bedeutung zu. Ihre frühzeitige Erfassung und Behandlung ist daher eine wesentliche Grundlage zur Prävention der koronaren Herzkrankheit. Die Untersuchung des Gesamtcholesterins (und evtl. der Triglyceride) sollte deshalb zur ärztlichen Routineuntersuchung gehören wie die Blutdruckmessung oder die Erhebung des Tabakkonsums.

Die Screening-Untersuchung beschränkt sich auf das Gesamtcholesterin und muss nicht nüchtern erfolgen, da die ernährungsabhängige Schwankung des Cholesterinspiegels über den Tag im Bereich der Genauigkeit der Messmethode liegt (± 5 %). Dies trifft für die Triglycerid-Bestimmung nicht zu.
 
Eine individuelle Lipiduntersuchung (Nüchternbestimmung von Gesamtcholesterin, HDL-Cholesterin und Triglyceriden) soll dann erfolgen, wenn

- der Cholesterinspiegel zwischen 5.0 (190 mg/dl)
   und 6.5 mmol/l (250 mg/dl) beträgt

- der Cholesterinspiegel mehr als 6.5 mmol/l beträgt

- beim Vorliegen einer manifesten koronaren
   Herzkrankheit