Porphyrie

 
   
 
   
 
Erythropoetische Porphyrien
 
Stoffwechselstörung im erythropoetischen Gewebe des Knochenmarks.
   
Porphyria congenita erythropoetica
Erblich; sehr selten; wird spätestens im 6. Lebensjahr manifest.
Klin.: unter Sonnenlichteinwirkung Rötung, Schwellung, Blasen, Geschwüre, Narben.
   
Protoporphyria erythropoetica
Erblich; Erstmanifestation im Kinder- oder Jugendalter; ein Teil der Defektträger bleibt klinisch unauffällig.
Klin.: unter Sonnenlichteinwirkung intensiver Pruritus, Erythem, Ödem.
Hauterscheinungen klingen nach 12 - 24 Stunden ohne Vernarbund oder Pigmentierung ab.
   
 
Hepatische Porphyrien
 
Stoffwechselstörung in den Leberzellen.
   
Porphyria hepatica acuta intermittens
Klin.: rotschwarzer Urin, akute abdominelle Krisen, Polyneuropathien und psychische Auffälligkeiten.
   
Porphyria variegata
Betrifft meist weisse Bewohner in Südafrika.
Klin.: unter Sonnenlichteinwirkung Pruritus, Erythem, Ödem, abdominelle Krisen, Gelenkbeschwerden, Hypertension, Fieber.
   
Chron. hepatische Porphyrie (P. cutanea tarda)
Erblich oder erworben; betrifft vor allem Männer im 3. und 4. Dezenium.
Klin.: unter Sonnenlichteinwirkung Erythem, Blasen, Erosionen, depigmentierte Narben, oft Leberschaden.
   
 
Symptomatische (sek.) Porphyrie
 
Klin.: manifester Leberzellschaden (Alkohol)
Hexachlorbenzolvergiftung
Perniziosa
   
 
Bleivergiftung
Akute Bleivergiftung
Gastroenteritis, Koliken, Atemstörung, Lähmungen.
Im Blut und Urin Blei vermehrt.
Chronische Bleivergiftung
   
Schleichender Beginn mit Kopfschmerzen, Müdigkeit, Reizbarkeit, Appetitlosigkeit, später Anämie, Koliken, Bleisaum, Lähmungen.
Im Blut und Urin Blei vermehrt.